vita

Geboren in einem Land vor unserer Zeit, als es noch eiserne Vorhänge, Volkseigentum und gewöhnungsbedürftige Nelkenschwenkerei gab, wuchs ich als putzmunterer Knabe mit lockigem Haar an den Ufern der Elbe in der weltkulturerbigen Stadt Wittenberg auf. Da der große Reformator schon vor etlichen Jahren das zeitliche gesegnet und daher der Puls der Zeit sich um einige hunderte Kilometer verlagert hatte, zog es meine Familie ins hauptstädtische Getümmel. Damals wie auch heute residierte das Oberhaupt des Landes nebst seiner erlauchten Denkerelite im marksandigen Berlin. Klein-Jan besuchte dortens dann die Schule (POS) und EOS. Geschichtlich ereignete sich dann das ein oder andere, aus Produktionsgrau wurde Werbeblinkebunt. Menschen kamen und gingen. Systeme taten so, als wären sie unterschiedlich. Geldscheine wechselten ständig ihre Farben. Butter würde erheblich teurer. Mein Haarwuchs hingegen nahm deutlich ab. Die Zeit rann halt so dahin …
Jetzt steh ich hier und kann nicht anders. Oder doch? Im Grunde ist und bleibt alles im Fluß und das Dasein eine Randnotiz, die man nicht künstlich aufblasen sollte, nur um dem eigenen Sein die Anmutung von Bedeutsamkeit zu geben.

In diesem Sinne. Habe die Ehre 🙂